Mit großer Freude geben wir die diesjährige Stipendiatin des Kyoto-Residenzprogramms in Kooperation mit dem Kyoto Art Center bekannt: Monika Orpik.
Die Jury, bestehend aus Hervé Garcia (Künstler, Alumni der KAC Residenz), Maria Pfrommer (Kuratorin) und Jochen Heufelder (Kurator) hat die Künstlerin mit folgendem Statement gewählt:
„Die Künstlerin Monika Orpik, Absolventin der HFBK Hamburg und seit zwei Jahren in Köln ansässig, überzeugte mit ihrem Projektvorschlag zur Untersuchung des Konzepts Ma. Dieser Begriff wurde in der japanischen Tradition, unter anderem im Kontext buddhistischer Denkweisen, geprägt und beschreibt Leere oder Zwischenraum im Bezug auf Architektur. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein bloßes Nichts, sondern um einen bewusst gestalteten, relationalen Raum.
Im Rahmen ihrer künstlerischen Forschung möchte sie dieses Konzept in Beziehung zu Sprache und Sprachräumen in Kyoto setzen. Vor Ort plant sie insbesondere Sprachverläufe, Momente des Nichtverstehens, sowie die räumliche Dimension von Sprache zu untersuchen und diese Beobachtungen zeichnerisch, skulptural und textbasiert zu dokumentieren.
Das Quartier am Hafen sowie das Kyoto Art Center freuen sich darauf, ihre Arbeit vor Ort zu begleiten und zu unterstützen.“
Monika Orpik ist eine Multimedia-Künstlerin, geboren 1997 in Polen. In ihrer Arbeit untersucht sie die Ursprünge und Strukturen von Sprache und erforscht die Veränderungen von Syntax und Bedeutung. Mithilfe von Künstlerbüchern, Fotografie, Video und Klang entwickelt Orpik nichtlineare Erzählungen, die unterschiedliche Perspektiven und Formate eröffnen und persönliche sowie instruktive Inhalte miteinander verbinden. Sie lebt und arbeitet in Köln.