Derzeit in der TANZRESIDENZ


Vom 08.12.2025 – 04.01.2026 sind Kim Gorol und Salome Kehlenbach bei uns in Residenz.


Kim Gorol

Woman Eden : Das Projekt „Woman Eden“ beschäftigt sich mit der Frage nach der Existenz, Akzeptanz und Wertschätzung verschiedener Ausdrucksformen der Femininität innerhalb der Kunst- und Kulturlandschaft und der Theaterwelt. Es untersucht, inwiefern feminine Bewegungen und Ausdrucksweisen ernsthaft wahrgenommen, respektiert und in künstlerische Diskurse integriert werden, insbesondere in Institutionen, die oft von patriarchalen Strukturen und maskulin konnotierten Ästhetiken geprägt sind.
Das Stück hinterfragt, ob femininer Ausdruck in diesen Kontexten als künstlerisch vollwertig gilt oder subtil abgewertet wird; sei es durch seine Assoziation mit Weichheit, Emotionalität oder Intuition. Femininität wird dabei nicht als starres, biologisch bestimmtes Konzept verstanden, sondern als fluides Spektrum an Bewegungsqualitäten, Haltungen und Energien. 

Mit Aaro, ZOE (Marie-Zoe Buchholz).

Kim Gorol ist Tänzerin und Performerin in Köln, studierte Zeitgenössischen Tanz in Bielefeld an der Dansart Akademie sowie am Peridance Capezio Center in New York und tanzte u.a. in Stücken von Marje Hirvonen, DIN A 13 tanzcompany und Saïdo Lehlouh.

www.kimgorol.com

Foto © Günter Krämmer


Salome Kehlenbach

Practises of democratic resistance: In der dreiwöchigen Residenz wollen wir als Musiker*innen und Performer*innen zusammenkommen und gemeinsam nach sozialen wie performativen Praktiken suchen, die demokratischen, partizipativen und resilienten Widerstand gegenüber zunehmender Übergehung demokratischer Interessen ausdrücken. In einer Welt in der der Begriff “Widerstand/Kampf” oft stark polarisiert wird und oftmals zu mehr Trennung als zu Verbindung und Verständnis führt, wollen wir mithilfe von Playfight, einer konsensuellen und gewaltfreien Kampfpraxis und live Musik, das Potenzial von offener, spielerischer und hierachiearmer Verhandlung aufzeigen. 

Durch spielerische und scorebasierter Arbeitsweise konzentrieren wir uns auf die softskills einer Demokratie, um derzeitige politische Machtkämpfe und deren Mechanismen zu reflektieren. Vor dem Hintergrund momentan geführter sprachlicher Debatten, den allzu körperlich schmerzhaften und undiplomatischen Kämpfen, stellen wir uns die Frage: Wie können demokratische Werte körperlich und gewaltfrei verhandelt werden, um rückwirkend einen positiven Einfluss auf die Sprache zu nehmen?

Team:
Konzept/Choreographie/Performance: Salome Kehlenbach Choreographie/Performance: Julika Schlegel
Choreographie/Performance: Kathrin Schilbach
Musik/Performance: Elli Pieper
Musik: Maria Zwerschke 

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