Philipp Dreber

KÜNSTLERISCHES VORHABEN

Von Januar bis März 2020 hat Philipp Dreber im Rahmen des Austauschprogramms mit dem Kyoto Art Center  acht Wochen in Japan verbracht. Inspiriert von einem Regenschauer entwickelte er den Arbeitszyklus Rain in Kyoto. Die raumgreifende Komposition aus 250 Regenschirmen stellte er im Auditorium des Kyoto Art Center aus. Während einer Ausstellung im Q18 im Sommer 2023 arbeitete Philipp aktiv an seiner Lichtinstallation DROP und präsentierte Variationen aus dem Arbeitszyklus.

VITA

Philipp Dreber ist seit 2010 freischaffender Künstler. Er widmet sich Eingriffen in öffentlichem Raum und Architektur, der Schnittstelle, in der künstlerische Gestaltung und der menschliche Lebensraum aufeinandertreffen. Er fühlt sich in die Möglichkeiten und Besonderheiten eines Ortes oder Themas ein, um auszuloten was ein konkreter Eingriff auszurichten vermag.

In seinen Skulpturen beschäftigt er sich mit physikalischen Phänomenen von Licht, Wasser und Wind und arbeitet besonders mit reflektierenden Oberflächen. In seiner Vorstellung sind Dinge nie als getrennt von der Umgebung zu betrachten. So werden Beziehungen zwischen der Welt und dem Objekt spürbar. Philipp sucht in seiner Arbeit nach ganzheitlichen Antworten und gibt dem Betrachter die Möglichkeit, sich andere Perspektiven zu erschließen und neue Konnotationsebenen zu eröffnen.

Dieses verleiht seinen Installationen eine Unmittelbarkeit. Gesellschaftliche Zuschreibungen und Lesarten werden in Philipps Installationen und Objekten in Frage gestellt und neu formuliert. Auf diese Weise entstanden in den letzten Jahren vielseitige Werke. So schuf er beispielweise eines der größten Hologramme im öffentlichen Raum in Viersen, ein Spielschiff für Kinder im Kölner Rheinauhafen, schwimmende Skulpturen in Schloss Dyck und die interaktive Installation NEGUA zusammen mit dem Künstler-Kollektiv Kalypso, die mit dem Blooom Award ausgezeichnet wurde und auch in Süd Korea zu sehen war.

Ein weiterer Aspekt in Philipps Arbeit stellt die Forschung generativer Designprozesse dar. Mittels computerunterstützter Modellierung simuliert er das Verhalten und die Bildung von Schwärmen. In seinem Residency-Projekt in Kyoto untersucht Philipp die Beziehung zwischen modernen Designprozessen und japanischer traditioneller Handwerkskunst. Er stellt diese beiden Formfindungsprozesse gegenüber, um aus ihnen eine Synthese zu schaffen.

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www.philippdreber.de