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Tanzresidenz Showing mit Meghna Bhardwaj

Yarning: Do mothers have a country?
von Meghna Bhardwaj
Die choreografische Recherche ist vom Konzept der grenzüberschreitenden Mütter inspiriert. Wessen Kinder sind diese Mütter? Wessen Soldaten sind diese Mütter? Wessen Länder sind diese Mütter? Dies sind einige der Fragen, die den Fokus dieses Work-in-Progress-Abends rahmen. Ausgehend von ihrer langfristigen, laufenden Forschung „Yarning“, hebt der Abend Meghnas jüngste Zusammenarbeit mit der syrisch-deutschen Künstlerin Shams Kassab hervor sowie Auszüge aus ihren poetischen Begegnungen mit einigen Müttern, einschließlich ihrer eigenen, die in verschiedenen Teilen der Welt leben. Durch das Tanzen durch diese vielfältigen Erzählungen erforscht Meghna nicht nur, was sie zu einer Gemeinschaft, einer Karte, zusammenwebt, sondern auch, wie sie den Körper stärken und uns auf eine stärkere Zukunft und Vergangenheit vorbereiten.
Meghna Bhardwaj lädt ihr Publikum ein, über den Zustand des Wartens nachzudenken – das Warten in den Augen und Fingern strickender Mütter, das Warten eines Körpers kurz vor der Geburt, das Warten in einer von Grenzen geteilten Welt und das Warten, das wir ertragen müssen, um uns zu erinnern, zu widerstehen und Neues zu schaffen.
Das Projekt wird durch das Tanzrecherche-Stipendium 2025 des NRW KULTURsekretariats gefördert und umfasst sowohl Studioforschung als auch ortsspezifische Erkundungen an verschiedenen Orten in NRW.
Über Meghna Bhardwaj
Meghna Bhardwaj (geb. 1987) ist eine Tanzkünstlerin und Wissenschaftlerin, ursprünglich aus Neu-Delhi, Indien. Im Jahr 2021 begann sie ihre fortlaufende Forschung „Yarning“, in der sie sich auf Themen der Mutterschaft und Schwellen konzentriert, die durch Strickgesten und Tanz erforscht werden. Meghna war Choreografin in Residenz am Frankfurt Lab\Kfw Stiftung, K3 Tanzplan Kampnagel und Esplanade-Theatres on Bay sowie Dance Nucleus, Singapur. Sie hat einen Doktortitel in Performance Studies erworben und ihre Arbeiten in mehreren internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht. Derzeit entwickelt sie ihre Forschung im Quartier am Hafen mit Unterstützung des Tanzrecherche-Stipendiums des NRW KULTURsekretariats.
CREDITS FÜR DEN ABEND:
Videoarbeit (ohne Titel) in Zusammenarbeit mit Shams Kassab
Shams Kassab ist ein* interdisziplinäre* Künstler*in, mit Fokus auf postdramatische Formate und (Tanz-)Performance. Geboren in Aleppo, Syrien, führte Shams‘ Weg über Istanbul ins Ruhrgebiet – biografische Wege, die sowohl deren künstlerisches als auch politisches Engagement prägen. Tief geprägt von gelebten Erfahrungen sozialer Umbrüche und Transformationen, arbeitet Shams auch als Sozialarbeiter*in und setzt sich für Teilhabe und strukturelle Gerechtigkeit ein. Seit 2023 studiert Shams Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum und vertieft eine Praxis, die an der Schnittstelle von künstlerischem Prozess, sozialem Engagement und kritischer Reflexion angesiedelt ist. Shams‘ Arbeiten erforschen und dekonstruieren soziale und ästhetische Dualismen – zwischen Selbst und Welt, innen und außen, Objekt- und Subjektpositionen, dem Vertrauten und dem Fremden, zwischen ihnen und uns. Shams findet Inspiration in Straßen, Räumen und Körpern, die sich bewegen und stillstehen – in allem, was Resonanz erzeugt und etwas im eigenen Raum in Bewegung setzt.
Tonunterstützung: Marcel Zaes
Ton in der Performance: HeartBeat von Niloufar Nourbaksh (Youtube)
Herzlicher Dank an Mara Nedelcu, Silvia Ehnis, Pamela Banchetti.
Gefördert vom Tanzrecherche 2025, NRW KULTURsekretariat
Foto © Alecia Neo
