KÜNSTLERISCHES VORHABEN
Public Displays of Affection : Ab Juni 2026 wird sich das Ensemble SANFTE ARBEIT in einer Reihe verschiedener Formate mit postromantischen Formen der Fürsorge in einem queeren Kontext beschäftigen. Den Auftakt dazu bildet eine produktionsunabhängige Auftaktrecherche, in der wir uns 1.inhaltlich mit unserer neuen Themensetzung beschäftigen und jeweils eigene Fragen dazu formulieren, 2. die im Wachstum ins Straucheln geratene Struktur des Ensembles reflektieren und stärken und 3. Raum fürs Erproben neuer Kollaborationen geben wollen.
Mit der Recherche Public Displays of Affection machen wir uns auf die Suche nach Spuren postromantischer Zuneigung im öffentlichen Raum und beschäftigen uns mit dem Legen solcher Spuren – welche Risse bietet städtische Öffentlichkeit für die Entfaltung von Zuneigung, die sich der Lesbarkeit von Familie und romantischer Beziehung entzieht? Uns interessiert hierbei aus der eigenen Erfahrung der zugleich erhöhten Sichtbarkeit und erschwerten Lesbarkeit queerer Beziehungsweisen im öffentlichen Raum, welche Handlungs- und Gestaltungsmacht, welche Gefährdungen damit einhergehen. Eine Woche der Recherche öffnen wir für eingeladene Musiker*innen und Tänzer*innen, um einen fundierten Ausgangspunkt für eventuelle zukünftige Kollaborationen zu setzen. Die Residenz schließt mit einem Showing mit den eingeladenen Künstler*innen.
Team
Künstlerische Leitung, Tanz, Text: Elsa Artmann
Co-Kreation, Tanz, Text. Diana Treder, Anne-Lene Nölnder
Co-Kreation, Vertonung, Komposition: Annie Bloch
Gäst*innen: Benze C.Werner, Ale Bachlechner, Elina Brams Ritzau, Mona Sachsse, Fine Simonsen, Desz Debreceni tba
Input Chorleitung: Lena Senge
Mentorat Gesang: Nico Hartwig
Die Recherche wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Die Tanzresidenz #159 mit dem Public Displays of Affection findet im Zeitraum vom 15.06. – 04.07.2026 statt.
VITA
SANFTE ARBEIT arbeitet ausgehend von Tanz an interdisziplinären Formaten, die neben Choreografien Hörspiel und Text einschließen und sich zuletzt Richtung zeitgenössisches Musical entwickeln. In Bewegung und Stimme schauen wir auf Themen, denen gegenüber wir uns zunächst ohnmächtig fühlen und entwerfen „Übungen für andere Verhältnisse“.
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Foto © Robin Junicke