Yarning: Do mothers have a country?
TANZRESIDENZ #133 ZEITRAUM: 08.09. – 05.10.2025
KÜNSTLERISCHES VORHABEN
Die choreografische Recherche ist vom Konzept der grenzüberschreitenden Mütter inspiriert. Als die Choreografin Meghna Bhardwaj mit ihrer eigenen Mutter zu stricken begann, fing sie an, das Bild eines springenden/verweilenden mütterlichen Körpers zu erforschen und entdeckte dabei die Träume ihrer Mutter, zu fernen Ländern zu schwimmen. Durch ihre Verbindung von Stricken und Tanz hat sie viele Mütter kennengelernt, die aus freier Wahl oder Notwendigkeit Grenzen überschritten haben. Mit Garn als Metapher – sowohl für Nabelschnurverbindungen als auch für trennende Grenzen – stellt sie Virginia Woolfs Frage: Haben Mütter ein Land?
Meghna Bhardwaj lädt ihr Publikum ein, über den Zustand des Wartens nachzudenken – das Warten in den Augen und Fingern strickender Mütter, das Warten eines Körpers kurz vor der Geburt, das Warten in einer von Grenzen geteilten Welt und das Warten, das wir ertragen müssen, um uns zu erinnern, zu widerstehen und Neues zu schaffen.
Gefördert vom Tanzrecherche 2025, NRW KULTURsekretariat
VITA
Meghna Bhardwaj ist eine Tanzkünstlerin, die ursprünglich aus Neu-Delhi, Indien, stammt. Ihre Praxis umfasst Bewegung, Material, Text, Video und Installation. In ihrer laufenden Forschung „Yarning“ konzentriert sie sich auf Themen der Mutterschaft und Schwellen, die durch Strickgesten und Tanz erforscht werden.
LINKS
https://www.meghnabhardwaj.com
Foto © Ivan Favalezza

