Hanane El Farissi & Tessa Knapp 

KÜNSTLERISCHES VORHABEN

Im Rahmen des QQ Residency Austauschprogramms des Quartier am Hafen Köln und des Queens Collective in Marrakesch, Marokko, kooperierten die Künstlerinnen Hanane El Farissi und Tessa Knapp im Jahr 2018 in Köln und Marrakesch. Auf Anregung des Kulturamts der Stadt Köln war Hanane El Farissi als Stipendiatin im Juni und Juli 2018 in Köln und arbeitete dort sowie in Marrakesch mit der Kölner Künstlerin Tessa Knapp zusammen. Tessa Knapp reiste im Gegenzug als Stipendiatin im Mai und Juni 2018 nach Marrakesch und kooperierte dort sowie in Köln mit der marokkanischen Künstlerin Hanane El Farissi.

VITA

Hanane El Farissi (*1990 in Skhirate, Marokko lebt und arbeitet in Rabat und Brüssel). Sie studierte Bildende Kunst wie Instrument und Theorie in Marokko und Europa und absolvierte ihren Bachelor am National Institute of Fine Art, Tetouan, Marokko und anschließend einen Master an der High National School of Visual Art La Cambre, Brüssel, Belgien. Ihre skulpturalen Arbeiten, Installationen und Performances basieren auf Alltagsgegenständen und Gesten, oft aus häuslichen Kontexten, die dem Weiblichen zugeschrieben werden. Die Konstruktion des Individuums, und Aspekte, welche es und sein Gedächtnis prägen, bilden den Fokus ihrer künstlerischen Herangehensweise. Mithilfe verschiedener Medien untersucht sie die Grenzen von Stereotypen und Repräsentationen. Ausgehend von trivialen oder anekdotischen Hintergründen hinterfragt sie die Werte, welche unsere heutigen Moden und Sichtweisen bestimmen.

Tessa Knapp (*1981 in Stuttgart, lebt und arbeitet in Köln) studierte an der Kunsthochschule für Medien Köln und schloss 2007 ihr Studium bei Marcel Odenbach, Matthias Müller und Siegfried Zielinski mit Auszeichnung ab. Ihre Werke bewegen sich spartenübergreifend in den Bereichen Installation, Experimentalfilm und Videokunst. Formale Strenge kennzeichnen oftmals ihre multimedialen Arbeiten, die Aspekte des alltäglichen Lebens vor dem Hintergrund unterschiedlicher Kulturen reflektieren.

Neben zahlreichen internationalen Ausstellungsbeteiligungen und Screenings erhielt Knapp für die Videoarbeit „99 Beautiful“, die sie während ihres Atelier Galata Stipendiums in Istanbul realisierte, den Zonta-Preis der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen. 2016 zeigte sie die Solopräsentation „Voices“ in der Kölner Artothek und reiste als Stipendiatin des Frauenkulturbüros NRW nach Armenien und Georgien. Seit 2009 kooperiert die Künstlerin in interdisziplinären und inklusiven Produktionen mit Choreografen, Soundkünstlern und Tänzern, etwa in Nairobi und Johannesburg.

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