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Köln / Kyoto

2020

Wir freuen uns unseren Japan Residenzkünstler 2020 bekannt zu geben, im Rahmen des Austauschprogramms mit dem Kyoto Art Center / Japan. Er wird von Januar bis März 8 Wochen in Japan verbringen.

Philipp Dreber ist visueller Künstler und Designer.

Zu Studienzeiten war Philipp Assistent des Metallbildhauers Wolfgang Göddertz. Hier entwickelte er sein Interesse mit den Potentialen von Materialien zu spielen und diese auszureizen. 2010 schloss er sein Studium an der Hochschule Niederrhein mit dem Schwerpunkt Public and Social Design ab.

Seit 2010 ist Philipp freischaffender Künstler. Er widmet sich Eingriffen in öffentlichem Raum und Architektur, der Schnittstelle, in der künstlerische Gestaltung und der menschliche Lebensraum aufeinandertreffen.
Er fühlt sich in die Möglichkeiten und Besonderheiten eines Ortes oder Themas ein, um auszuloten was ein konkreter Eingriff auszurichten vermag.
In seinen Skulpturen beschäftigt er sich mit physikalischen Phänomenen von Licht, Wasser und Wind und arbeitet besonders mit reflektierenden Oberflächen. In seiner Vorstellung sind Dinge nie als getrennt von der Umgebung zu betrachten. So werden Beziehungen zwischen der Welt und dem Objekt spürbar. Philipp sucht in seiner Arbeit nach ganzheitlichen Antworten und gibt dem Betrachter die Möglichkeit, sich andere Perspektiven zu erschließen und neue Konnotationsebenen zu eröffnen.
Dieses verleiht seinen Installationen eine Unmittelbarkeit. Gesellschaftliche Zuschreibungen und Lesarten werden in Philipps Installationen und Objekten in Frage gestellt und neu formuliert.
Auf diese Weise entstanden in den letzten Jahren vielseitige Werke. So schuf er beispielweise eines der größten Hologramme im öffentlichen Raum in Viersen, ein Spielschiff für Kinder im Kölner Rheinauhafen, schwimmende Skulpturen in Schloss Dyck und die interaktive Installation NEGUA zusammen mit dem Künstler-Kollektiv Kalypso, die mit dem Blooom Award ausgezeichnet wurde und auch in Süd Korea zu sehen war.

Ein weiterer Aspekt in Philipps Arbeit stellt die Forschung generativer Designprozesse dar. Mittels computerunterstützter Modellierung simuliert er das Verhalten und die Bildung von Schwärmen. In seinem Residency-Projekt in Kyoto untersucht Philipp die Beziehung zwischen modernen Designprozessen und japanischer traditioneller Handwerkskunst. Er stellt diese beiden Formfindungsprozesse gegenüber, um aus ihnen eine Synthese zu schaffen.

2019

Residency Exchange ProgrammA cooperation ofQuartier am Hafen, Cologne – Kyoto Art Center, Kyoto, JapanArtists in ResidencyKyoko Nomura & Yuki Roda (Kyoto)SPREADING FEAR (Working Title)

As part of the new residency exchange program between Quartier am Hafen Cologne and Kyoto Art Center in Kyoto Japan, the dancer and choreographer duo KYOKO NOMURA & YUKI GODA from Kyoto haven been guests in Cologne from November 2018 to the end of January 2019. In cooperation with the dancers MARJE HIRVONEN (Cologne), MARIA MERCEDES FLORES (Cologne), NIKOS KONSTANTAKIS (Cologne), DARIUS BOGDANOWICZ (Brussels) and the visual artist MARIANNE LINDOW (Cologne), the theme “fear“ has been explored from different cultural backgrounds and experiences in order to jointly develop a performance in five individual solos, complemented by visual art works within the setting.

The Work in Progress of the project was shown at KYOTOBAR in Cologne on Friday 25th and Saturday 26th January 2019, at 7 pm.

FEAR is co-produced by Quartier am Hafen and Kyoto Art CenterFunded by Quartier am Hafen, CologneCredits: Photos by Alec CrichtonIn cooperation with

Köln / Marrakech

Ein Forschungsaufenthalt und Austauschprogramm für Künstler aus Köln/Deutschland und Marrakesch/Marokko.
Das Programm bringt 1 marokkanische/n und 1 deutsche/n multidisziplinäre/n Künstler/in zusammen, die beide ein großes Interesse am interkulturellen Austausch haben und den Wunsch hegen gemeinsam zu forschen, zu arbeiten und individuelle und kollektive Initiativen durch künstlerische Arbeit und kritische Diskussionen zu reflektieren.
Es richtet sich an Künstlerinnen und Künstler, die mit einem Künstler/Innen einer anderen Disziplin/Kultur in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Kontexten zusammenarbeiten und über ihre künstlerische Arbeit reflektieren wollen und die an einem Dialog über Kultur, Kunst und Arbeitsmethoden interessiert sind.

Der Austausch ist in zwei Phasen unterteilt:
Phase 1:
Der Künstler aus Köln wird nach Marrakesch eingeladen, um mit dem in Marrakesch ansässigen Künstler für 5 Wochen im Queens Collective (www.queenscollective.org) zu leben und zu arbeiten. Die zweite Phase findet im Mai 2017 statt.

Die zweite Phase:
Die Künstlerin aus Marrakesch wird nach Köln eingeladen, um mit der in Köln lebenden Künstlerin für 5 Wochen im Quatier am Hafen zu leben und zu arbeiten. Die erste Phase findet im September 2017 statt.

https://www.queenscollective.org/qah-queens
Stipendiaten Austauschprogramm Marrakech/Köln 2018

Das Programm wurde gefördert vom Quartier am Hafen und dem Kulturamt der Stadt Köln

Köln / Salvador

Lia Cunha ist aktuelle Stipendiatin des Residency Austausch Programms zwischen Quartier am Hafen, Köln und dem Goethe-Institut, Vila Sul, Salvador de Bahia, Brasilien. Während ihres zweimonatigen Aufenthalts geht es um die Kooperation mit Kölner Künstlern und deren Einbeziehung in bestehende kollektive und langfristige Arbeits- und Austauschprozesse, z.B. zu Künstlerbüchern, Spaziergängen und interdisziplinären Fragestellungen.

Lia Cunha (*1987 in Salvador Bahia, Brasilien) entwickelt ganzheitliche kollaborative Kunstprojekte. Unter dem Label „Duna“, Atelier und Kunstverlag, erforscht sie das Künstlerbuch mit seinen interdisziplinären Möglichkeiten mit dem Fokus auf auf Buchobjekte, Künstlerbücher, illustrierte Bücher, Kinderbücher und musikalische Publikationen. Zudem beschäftigt sie sich mit „Nichtorten“ und „Spaziergängen“ als ästhetische und poetische Praxis.

Gefördert von der Stadt Köln

Köln / Tel Aviv

ENTERING SPACES

Eine deutsch-israelische Kooperation mit Tanzkünstler*innen von NRW und dem Suzanne Dellal Centre for Dance and Theatre in Tel Aviv

Das Kooperationsprojekt ENTERING SPACES bündelt die Energien des Kölner Quartier am Hafen und des israelischen Suzanne Dellal Centre (Tel Aviv), um aufstrebenden Choreograph*innen/Tanzkünstler*innen einen interkulturellen Austausch im Rahmen fortlaufender Residenzen zu ermöglichen. Ziel der gemeinsamen Mission ist es, Choreograph*innen in ihrer künstlerischen Praxis zu unterstützen, diese weiterzuentwickeln sowie ihr internationales künstlerisches Profil und Netzwerk zu stärken.

Jede der beiden Institutionen bringt ihre Expertise und einzigartigen Ressourcen ein, um künstlerische Möglichkeiten in Form von Kreativ- und Performance-Residenzen für junge Tanzkünstler*innen zu schaffen, wobei der jeweilige Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit mit lokalen (NRW) Künstler*innen und Gemeinden liegt.

Der Name dieser Kooperation ist dabei wörtlich zu nehmen: In sowohl individuellen als auch kollektiven Residenzen in beiden Ländern und Institutionen werden neue performative/kulturelle Orte betreten, um die im Laufe dieser Prozesse generierten Erkenntnisse in gezielten Diskursen und erweiterten künstlerischen Kooperationen zu verstetigen. Dabei stehen choreografische/tänzerische Qualität und der interkulturelle Austausch im Zentrum der Kooperation.

Das Pilotprojekt 2021 in Köln hat das Potential dieser Kooperation bereits gezeigt. Trotz aller Corona-bedingten Schwierigkeiten im Vorfeld, war es ein groẞer Erfolg auf vielen Ebenen. Das Austauschprogramm gab der jungen Choreografin Annabelle Dvir mit den beiden Tänzerinnen Adi Eytan und die Möglichkeit fokusiert an neuen Ideen zu arbeiten, diese dem Kölner/NRW- Publikum an insgesamt 3 Abenden zu zeigen (in der TanzFaktur Köln und dem Festival “LaCorrupta”) und sich in der Tanzszene NRWs zu vernetzen. Der Erfolg blieb nicht ohne Ergebnis: das Publikum war begeistert.

Die Pilotphase wurde gefördert durch das Büro des Landes Nordrhein-Westfalen für Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur in Israel

Fotos: Alessandro De Matteis