Vanja Smiljanić & Lukas Marxt – Echos from the SKY

Auf die Einladung hin, eine Duo-Arbeit für die Ausstellungsreihe im Quartier zu entwickeln, konzipierten die Künstler Vanja Smiljanić & Lukas Marxt aus einigen bereits vorhandenen Arbeiten eine Szenerie, die den Raum in eine fast wissenschaftlich anmutenden Forschungslabor verwandelte und den Besucher mit visuellen und akustischen Eindrücken gleichermassen konfrontierte.
Es entstand in der Collaboration ein Zusammenspiel aus einer Videoarbeit von Lukas Markts und Vanja Smiljanićs Interesse an analogen Technologien und Sci-Fi-Povera Skulptur.

Die Ausstellung ECHOES FROM THE SKY ging von dem Film CURENT SHOT 02 – einer Zusammenarbeit von Lukas Marxt und Jung An Tagen – aus, der die Simulation einer Lawine zeigt.
Ein für den Film entwickelter Sound von Jung An Tagen erzeugte eine Akustik, die sich an einem Punkt im Raum verstärkte. Diese Stelle war jedem Besucher nur einzeln gewehrt. Vanja Smiljanić & Lukas Marxt entwickelten ein Hohlspiegelmikrofon und ein futuristisch wirkendes Sitzgestell von dem aus der Film betrachtet und der absolute Sound erfahren werden konnte. Sound-Spiegel sind analoge Verstärker, die im 1. Weltkrieg vor der Erfindung des Radars erstmals entwickelt wurden. Sie wurden eingesetzt, um ankommende feindliche Flugzeuge zu erkennen, indem sie die Geräusche ihrer Motoren verstärkten.

Mit dieser Inszenierung wurde der Ausstellungsraum in eine Art wissenschaftliches Forschungslabor mit einer ganz eigenen Atmosphäre verwandelt. Hier sollte der Versuch, mit dem Universum in Verbindung zu treten und eine Ebene wahrnehmen zu können, welches uns normalerweise verwehrt bleibt, ermöglicht werden.
In Ihrer Lecture Performance, welche Smiljanić für die Ausstellung entwickelt hat, ging sie von der gegebene Situation im Raum aus und versuchte eine alternative Verwendung für die reflektierenden Gegenstände zu finden, indem Sie mit den Besuchen in einem physikalischen Experiment die Beugung der Lichtwellen – eine Deflexion – anstrebte.

In ihren Arbeitsweisen wollen beide Künstler dem nicht Fassbaren, der Magie der Zwischentöne, dem Übersinnlichen im Hier und Jetzt auf die Spuren kommen und diese zu fassen suchen.