Jari Ortwig- unsere Kuratorin 2017

In diesem Jahr heissen wir Jari Ortwig als Kuratorin des Q18 herzlich willkommen und freuen uns auf die erste Ausstellungseröffnung am 10. März 2017.

Jari Ortwig studierte Kunstgeschichte und Romanistik in Erlangen-Nürnberg und an der Università degli Studi di Torino, Italien. Nach einem wissenschaftlichen Volontariat an der Kunsthalle Düsseldorf erhielt sie das Kuratorenstipendium smax auf Schloß Ringenberg. Von 2012-15 leitete sie den Ausstellungsraum VITRINEN in Köln und reiste mit einem Stipendium des Goethe-Instituts 2015/16 nach Brasilien/Kolumbien. Zuletzt war sie als Co-Kuratorin der new talents – biennale cologne und der Ausstellung „Simone Forti –sound move“ im Kunstmuseum Bonn tätig.

Als freie Kuratorin in Köln arbeitet sie zu Themen wie Moderne versus Prozess/Experiment, Performance, Tanz, Interdisziplinarität, Kollaboration.

Die Ausstellungsreihe 2017 im Q18 steht dementsprechend im Zeichen des Performativen. In vier Veranstaltungen inklusive Rahmenprogrammen wird das Thema von verschiedenen Perspektiven und künstlerischen Ansätzen aus beleuchtet. Prozess, Experiment und Kollaboration sind hierbei die Eckpfeiler des kuratorischen Arbeitens, bei dem der Ausstellungsraum Q18 den Rahmen für verschiedene Momentaufnahmen einer andauernden Recherche zum komplexen Thema der Performance bietet und der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Mit der ersten Ausstellung „Archive Performance (phantom cigarette)“ erfolgt eine Annäherung an den Begriff der Performance im Allgemeinen und an das Archivieren von Performance im Speziellen. Impulsgebend ist hierbei das im Quartier am Hafen ansässige „Performance Art Archive“, das 1981 unter dem Namen „Schwarze Lade / The Black Kit“, als eine „organisch ständig wachsende Ideenbank“ (www.asa.de) entstand.

Mit einer Video-Performance Ivan Chengs, welche direkt im ASA Performance Archiv gefilmt wurde, trifft ein individuelles Archiv auf das andere.

Der Körper als natürlicher Speicher von kollektivem Wissen und individueller Erfahrung, „der sich ständig erweiternd reproduziert“ (www.asa.de) steht der klassischen Vorstellung eines Archivs als Ort, an dem konkretes Wissens in physischer oder auch digitaler Form bewahrt wird, gegenüber. Gerade im Hinblick auf die Performance als bewusst gewählte vergängliche, immaterielle Form der Kunstproduktion sind Fragen nach der Sinnhaftigkeit und Legitimation, aber auch nach der Notwendigkeit ihrer Dokumentation und Archivierung allgegenwärtig.

Eine Live-Performance Ivan Chengs am Eröffnungsabend transportiert den konzeptuellen Ansatz der Ausstellung weiter auf eine direkte physisch erfahrbare Ebene.

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Performance Art Archive / The Black Kit und Ivan Cheng

Vernissage: 10. März 2017 um 19 Uhr
Begrüßunge: Jari Ortwig, Kuratorin
Performance: Ivan Cheng um 21 Uhr
Finissage: 7.April 2017 um 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 11.März – 7.April 2017
Öffnungszeiten: sonntags 14-17 Uhr