Benedetta Reuter – BASSO CONTINUO

Als Auftakt zur Finissage von “Directed to the Sun” von Janneke van der Putten, zeigt Benedetta Reuter Ergebnisse ihrer Tanzresidenz des ZAIK im Quartier am Hafen.

Wann: 22.09.2017 um 19 Uhr

Basso Continuo – My Body is my Home ist eine musikalische Tanzperformance im Echoraum von Erinnerung, Identität und Aufbruch – drei Frauen, die ihre Wurzeln hinter sich lassen, um den Raum der Zeitlichkeit und die Materialität von Klang und Körper zu erforschen. An den Schnittstellen zwischen Tanz, Musik und Wort lotet die Performance Möglichkeiten und Bilder von Freiheit und Zugehörigkeit jenseits eines konstruierten Selbst und kultureller Zuschreibungen aus. Der präparierte Körper der Tänzerin wird zum Musikinstrument und Bühnenbild; die Vibrationen von Leib und Sound verschmelzen. Es entsteht eine Science-Fiction-Reise in die Vergangenheit über das Werden, nomadische Kollaborationen und exzentrische Moleküle.

Dabei bildet das Musikgenre Dub eine Art Blaupause für eine künstlerische Reflexion über eine unbekannte Zukunft, in die sich das Vergangene in immer wieder neuen Figurationen einschreibt. Das Echo und die Spur werden zu Leitfiguren, zu Erinnerungsfolien, anhand derer sich künstlerische, aber auch gesellschaftliche Transformationsprozesse ablesen lassen.

Ausgehend von der Erfahrung der Fremdheit begeben sich die zwei Künstlerinnen Benedetta Reuter und Giulia Loli aka Mutamassik und die Theoretikerin Aurora Rodonò auf eine Reise ins Innere, eine Reise in das prämoderne Wissen unseres Leibes, in den Körper: da, wo wir zu Hause sind. Dabei experimentiert dieser Körper mit verschiedenen Materialitäten und Formen und wird zum Generalbass (Basso Continuo) unserer Existenz. Als Metapher verweist der Generalbass, ein der Barockmusik entlehntes harmonisches Gerüst, bei dem die Basslinie durchläuft, auf das sich stets wandelnde Kontinuum in unserem Leben.

Mitwirkende:

Benedetta Reuter (Konzept/Choreographie/Tanz)
Giulia Loli aka Mutamassik (Musik/Sounds)
Aurora Rodonò (Dramaturgie/Wort)
Coco (Licht)
Thomas Gläßer (Organisation/Administration)
Jabbar Abdullah (Transkulturelle Netzwerkarbeit)

Premiere ist am 6. Oktober in der Orangerie Theater im Volksgarten