Austausch Köln/Kyoto

Wir freuen uns unseren Japan Residenzkünstler 2020 bekannt zu geben, im Rahmen des Austauschprogramms mit dem Kyoto Art Center / Japan.

Philipp Dreber ist visueller Künstler und Designer.

Zu Studienzeiten war Philipp Assistent des Metallbildhauers Wolfgang Göddertz. Hier entwickelte er sein Interesse mit den Potentialen von Materialien zu spielen und diese auszureizen. 2010 schloss er sein Studium an der Hochschule Niederrhein mit dem Schwerpunkt Public and Social Design ab.

Seit 2010 ist Philipp freischaffender Künstler. Er widmet sich Eingriffen in öffentlichem Raum und Architektur, der Schnittstelle, in der künstlerische Gestaltung und der menschliche Lebensraum aufeinandertreffen.
Er fühlt sich in die Möglichkeiten und Besonderheiten eines Ortes oder Themas ein, um auszuloten was ein konkreter Eingriff auszurichten vermag.
In seinen Skulpturen beschäftigt er sich mit physikalischen Phänomenen von Licht, Wasser und Wind und arbeitet besonders mit reflektierenden Oberflächen. In seiner Vorstellung sind Dinge nie als getrennt von der Umgebung zu betrachten. So werden Beziehungen zwischen der Welt und dem Objekt spürbar. Philipp sucht in seiner Arbeit nach ganzheitlichen Antworten und gibt dem Betrachter die Möglichkeit, sich andere Perspektiven zu erschließen und neue Konnotationsebenen zu eröffnen.
Dieses verleiht seinen Installationen eine Unmittelbarkeit. Gesellschaftliche Zuschreibungen und Lesarten werden in Philipps Installationen und Objekten in Frage gestellt und neu formuliert.
Auf diese Weise entstanden in den letzten Jahren vielseitige Werke. So schuf er beispielweise eines der größten Hologramme im öffentlichen Raum in Viersen, ein Spielschiff für Kinder im Kölner Rheinauhafen, schwimmende Skulpturen in Schloss Dyck und die interaktive Installation NEGUA zusammen mit dem Künstler-Kollektiv Kalypso, die mit dem Blooom Award ausgezeichnet wurde und auch in Süd Korea zu sehen war.

Ein weiterer Aspekt in Philipps Arbeit stellt die Forschung generativer Designprozesse dar. Mittels computerunterstützter Modellierung simuliert er das Verhalten und die Bildung von Schwärmen. In seinem Residency-Projekt in Kyoto untersucht Philipp die Beziehung zwischen modernen Designprozessen und japanischer traditioneller Handwerkskunst. Er stellt diese beiden Formfindungsprozesse gegenüber, um aus ihnen eine Synthese zu schaffen.